Die Bundesrepublik hat eine der schlimmsten Unwetterkatastrophen erlebt.

Niemanden lassen die aktuellen Hochwasser-Bilder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch aus Sachsen und Bayern kalt. Weil einige Orte erst jetzt erreichbar sind, wird das Ausmaß der Zerstörung nur langsam sichtbar. Was das Wasser langfristig in den betroffenen Gebieten anrichten wird, das weiß keiner. Hilfe tut not, und es gibt viele Menschen, die spontan Unterstützung anbieten.
In der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e. V. (FAM) gibt es, wie in anderen Freiwilligenagenturen auch, seit Tagen Anfragen von Menschen, die helfen wollen. Die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e. V. spricht mit den Menschen, die anrufen und informiert, was zurzeit nötig gebraucht wird. Sachspenden sind sehr viele eingegangen, erst jüngst war ein Hilfskonvoi – 47 Lastwagen voller Hilfsgüter – aus dem Landkreis ins Flutgebiet gefahren.
Aber Hilfe im Katastrophenfall muss gut organisiert sein. In diesem Zusammenhang wichtig zu wissen ist: Auf eigene Faust in die betroffenen Gebiete zu fahren, das schadet eher als es nützt. Im Gespräch mit den Menschen, die im Katastrophenschutz tätig sind, wird immer wieder betont, wie wichtig geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Hilfe vor Ort sind. Freiwilliges Engagement bei der Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk (THW), beim DRK und in den vielen anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen sind im Katastrophenfall Gold wert. Je mehr fachlich versierte Menschen sich engagieren, desto gezielter und fundierter kann die Hilfe im Notfall geleistet werden. Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig der Aufbau eines erweiterten   Katastrophenschutzes ist.
Die FAM hilft interessierten Menschen bei der Suche nach einer passenden Aufgabe, die befristet oder über einen längeren Zeitraum zu leisten ist. Freiwilliges Engagement verbindet und hilft direkt und mittelbar mit schwierigen Situationen umzugehen. Auch in den nächsten Wochen und Monaten wird es noch Hilfe-Bedarf geben – auch wenn das Thema dann schon längst wieder aus den Nachrichten verschwunden sein wird.

Auf zahlreichen Homepages sind viele Informationen zusammengetragen, um aktive Hilfe und Spenden (finanziell oder Sachspenden) zu koordinieren:

 

Das Freiwilligenzentrum Köln bietet u.a. eine Liste von direkten Kontaktmöglichkeiten.
https://www.koeln-freiwillig.de/land-unter-unterstuetzung-fuer-hochwasser-betroffene/

Die Ehrenamtsagentur Trier hat mit vielen Links zusammengetragen, wie die Situation im Südwesten ist.
Unter der Homepage https://hochwasserhilfe-navi.de/ sind zahlreiche Informationen rund um die Folgen und Bedarfe zusammengefasst.
Aufgeteilt nach Ortschaften gibt es jeweils Angaben zu Spendenkonten, Sachspenden und allgemeinen Anlaufstellen.
Vielerorts gibt es Hotlines, wo auch Hilfsangebote weitervermittelt werden.
Auch auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sind zahlreiche Angaben zu Hilfsmöglichkeiten in den betroffenen Kommunen zusammengefasst:

Langfristiges Engagement im Katastrophenschutz:
Interessierte Menschen, die sich ehrenamtlich im Bereich Katastrophenschutz engagieren möchten, finden Möglichkeiten beim
THW (Technischen Hilfswerk, https://www.thw.de/DE/Mitmachen-Unterstuetzen/Freiwillig-Mitmachen/freiwillig_mitmachen_node.html)
(Beitragsbild: pixabay von canislupus)